Deutsch

Fragt man die neu eintretenden Lernenden, was sie vom gymnasialen Deutschunterricht erwarten, hört man oft: «Nicht viel. Schliesslich können wir ja Deutsch!»

Diese Einschätzung ändert sich schnell, wenn sie erleben, was das Fach Deutsch alles zu bieten hat: Sprechen und Zuhören, Schreiben und Lesen – der Umgang mit Literatur, Sachtexten und mit Medien sowie die Reflexion über die Sprache selbst. Diese Grundkompetenzbereiche werden auf einem anderen sprachlichen Niveau gehalten als die Lernenden dies bislang gewohnt waren. Eingeübt werden sie mittels vielfältiger Methoden, wie selbstständigem Lernen, Projektarbeiten, Themenwochen, Kulturaustauschwochen, Vorlesungen mit integriertem Lesesaal, PowerPoint-Referaten, fachübergreifenddem und fächerverbindendem Unterricht, kooperativem Lernen und vielem mehr.

Auch wenn die Wichtigkeit der auf sie zukommenden Arbeitswelt keineswegs entkräftet werden soll, darf die Funktion des ästhetischen Lernens für die Entwicklung der Jugendlichen keinesfalls mit einem Kosten/Nutzen-Denken in Verbindung gebracht werden. Die vielfältigen Formen der Begegnung mit Literatur und die unterschiedlichen Arbeitsweisen sind daher am Gymnasium nach wie vor zentral. Wo, wenn nicht hier, erfahren die Lernenden eine literarische Primärsozialisation? Und diese ist nicht unwesentlich für ihr (Uber-)Leben draussen in der rauen Arbeitswelt.