Physik

Schülerinnen und Schüler, die besonderes Interesse und Freude für diese Art der Auseinandersetzung des menschlichen Geistes mit der Natur haben oder die ein Studium mit naturwissenschaftlichen Fächern anstreben, werden aus dem Ergänzungsfach Physik grossen Gewinn ziehen. Darüber hinaus bietet das EF Physik die Gelegenheit, Bereiche unserer unmittelbaren Umwelt kennen und verstehen zu lernen. Dies bedeutet eine Bereicherung der persönlichen Bildung und ermöglicht es, auch wenn man später einmal nicht in einem einschlägigen Beruf tätig sein wird, den Vorgängen in der Natur mit einem tieferen Verständnis zu begegnen.

Das Ergänzungsfach Physik vertieft die im Grundlagenfach erworbenen Kenntnisse und baut sie aus. Die hohe Lektionendotation ermöglicht zudem den stärkeren Einbezug historischer und philosophischer Themen sowie die Diskussion der gesellschaftlichen Auswirkungen naturwissenschaftlicher und technischer Errungenschaften.

Die Bildungsziele bleiben die gleichen wie im Grundlagenfach. Das Modell-Denken wird gefördert, und gleichzeitig sollen die Grenzen von Modellen und Theorien beurteilt werden. Schülerinnen und Schüler lernen physikalische Zusammenhänge im Alltag erkennen und sind sich der wechselseitigen Beziehungen von naturwissenschaftlich- technischer Entwicklung in Gesellschaft und Umwelt bewusst.

Vertiefung der Elektrizitätslehre und des Elektromagnetismus’, elektromagnetische Schwingungen und Wellen und dann vor allem Bereiche der modernen Physik, die im Grundlagenunterricht nicht behandelt werden konnten. Das sind Quantenphysik, Atom-, Kern- und Elementarteilchenphysik, Relativitätstheorie, Astrophysik und Kosmologie.

Technische Anwendungen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen werden diskutiert. In den Themenwochen werden Exkursionen zu technischen Forschungszentren wie CERN oder PSI unternommen, und ein Besuch des Deutschen Museums in München ist immer eine grosse Bereicherung der schulischen Arbeit.

Die Arbeitsweise unterscheidet sich nicht wesentlich vom Grundlagenfach, das Unterrichtsgespräch, das eigene Planen und Durchführen von Experimenten sowie die Anwendung des Computers nehmen jedoch mehr Raum ein und werden gefördert. Es werden auch praktische Arbeiten, wie z. B. der Bau eines Minisenders, durchgeführt.